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Blog Naturkindergarten Tagesablauf

Es regnet – Und dann…

Wenn es regnet riecht der Wald ganz anders als sonst und da ist es dann toll ein Duft-Memory zu spielen. Die Steine und Wurzeln sind rutschig wenn sie nass sind, da müssen wir vorsichtig sein. 

Auf einmal gibt es viele kleine und große Pfützen, durch die wir laufen und in die wir springen. Wir bauen Bäche und Seen, Brücken und Schiffe. Wir mischen Matsch, kneten und formen ihn. 

Meist begegnet irgendwer dann einem Feuersalamander und wir kommen alle herbei um ihn zu sehen und fragen uns, warum er wohl Feuer-Salamander heißt und nicht Regen-Salamander, wo er doch den Regen so sehr liebt, und nur an Regentagen zu entdecken ist. Regentage nennen wir Salamandertage!

 Unterm Regendach zu sitzen und der Regentropfen-Klopfmusik zuzuhören ist schön. Oder dort beisammen-gekuschelt einer Geschichte zu lauschen.  Oder wir machen selbst  mit Steinchen Regenmusik und singen das baskische Regenlied, das uns Ainhoa gelernt hat. Wir kochen Wildkräutertee, mit Schafgarbe, Rotklee und Spitzwegerich, mmh, der schmeckt köstlich wild!  … Und wir sitzen am Zwergenfeuerchen und schnitzen dünne Anzündhölzchen. 

Wir horchen mit dem Stethoskop an den Bäumen und lauschen wie sie trinken – das hört man nämlich im Frühling! Wir schleichen durch den Nebel und spielen verstecken. Eine Schnirkelschnecke kriecht vorbei und wir erinnern uns an das lustige Gedicht von den Schnirkelschnecken …

In unseren Regenkleidern machen wir quitschig-lustige Regenduschen unter den Buchen- und Fichtenzweigen. Wir beobachten, dass alle Kiefern- und Fichtenzapfen nun ganz geschlossen sind. Und wenn wir sie mit nach Hause ins Trockene und Warme nehmen, dann zaubern sie ….ja wirklich, das könnt ihr auch mal ausprobieren!

 Zusammen mit dem Regen malen wir ganz tolle Regentropfenbilder oder malen mit der nassen Erde, dem nassen Moos, den nassen Blättern. Wir fangen den Regen in Schüsseln und Krügen auf und schütten und löffeln dann das Regenwasser von da nach dort. Und im Messbecher überprüfen wir immer wieder wie viel Regenwasser schon drin ist. 

Danke Regen für all die tollen Erlebnisse, die wir nur haben, wenn es regnet!

Von Naturkindergarten Team

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1. Mai: montessori.coop goes VKE Kindertag

Am heurigen Tag der Arbeit war die montessori.coop wie bereits seit Jahren in Bozen beim Kindertag des VKE mit von der Partie! Auf den Talferwiesen beim „ex-Pippo“ bauten fleißige Hände am frühen Nachmittag zuerst das Basislager auf.

Die Hände und ihre Gestaltungskraft sollten heuer die Protagonisten des Angebots für Kinder sein. Ganz im Sinne des Leitspruchs „mit Kopf, Hand und Herz“ falteten die größeren Kinder bunte Origami Figuren!

In ihrer Arbeit vertieft, trotz des Trubels rundherum, entstanden so Tiere, der „FeuerUndHölle“Klassiker oder kleinste Schatztruhen.

Für die kleineren Kinder – jedoch zu unserer Überraschung gleichsam von den Großen unter den Kleinen von Interesse – gab es „Samenbomben“ zum Kneten, Verrühren und Formen! Zur Erinnerung: Es werden bunte Wiesenblumen sprießen!

Von Melanie Donà
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Blog Kinderferien Tagesablauf

Bubencamp Montessori

Interview mit dem Alex und Tobias, Betreuer des Sommercamp “BUBertät – JUNG(s) Sein”.

Von Melanie Donà

Alex Dangl (Erfahrungsmensch, Wildnis- und Sexualpädagoge) und Tobias Thialer (Erlebnispädagoge und Naturprozessbegleiter) sind die beiden Betreuer des Camp “BUBertät – JUNG(s) Sein”, welcher vom 16. – 20. August 2022 stattfindet. 

Alex, wie kam die Idee einen Bubencamp anzubieten?

Die Idee für den Bubencamp entwickelte sich eigentlich ganz einfach nachdem die montessori.coop zwei Jahre zuvor mit dem Mädchencamp “Die Kraft in dir” begonnen hatte. Persönlich denke ich ist es sehr wichtig, dass die Jugendarbeit nicht zu kurz kommt.

Für wen ist der Camp gedacht?

Zielgruppe sind 12-15jährige Jungs, die sich also am Beginn oder inmitten der Phase des “JungsSein” oder der Pubertät befinden.

Welche Themen werden angesprochen?

Einer der wichtigsten Aspekte ist sicherlich das Sensibilisieren über das eigene “Sein” und dafür eignet sich das “unter sich Sein” einfach gut.

Es werden verschiedene Akzente gesetzt: Einerseits das im Wald und in der Natur sein und dort den Alltag eigenständig gestalten: Dazu gehören das selber kochen, die Zelte gemeinsam aufstellen, Feuer machen usw. Gleichzeitig bietet sich dadurch die Gelegenheit bestimmte Themen aufzugreifen: Wie geht es mir derzeit gerade mit meinen Gefühlen? Wie gehe ich mit den Veränderungen meines Körpers um? Was für Möglichkeiten habe ich in der heutigen Welt mich auszudrücken, physisch, aber auch durch Kommunikation? Ebenso können bei Interesse Fragen zur Sexualpädagogik

oder, wie ich es immer nenne, des neuen “Sexualhaushaltes” beantwortet werden.

Über BUBertät – JUNG(s) Sein

Eine Woche in mitten der Natur. Du kannst im Kreis die eigenen Grenzen erkunden.
Neue Seiten und Potenziale an Dir entdecken. Abende am Feuer verbringen und unter freiem Himmel schlafen. Dich in Abenteuer stürzen, kulinarische Magien gemeinsam erleben und zubereiten. Chillen und vor allem Spaß und unvergessliche Momente mit neuen Freunden erleben. Fragen stellen, was uns Jungs ausmacht? Was zeigt mir mein Körper und welche Veränderungen kommen auf mich zu? Aufbrennende Fragen Antworten finden, im Kreis „junger Männer“.

Anmeldung unter

https://montessori.coop/de/events/debubertaet-e2-80-93-jungs-sein-2022itpuberta-essere-giovani-uomini-2022/

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Zivildienst 2022-2023

Für den Zivildienst suchen wir Dich. Bei Interesse schreibe an: zivildienst@montessori.coop.

weitere Informationen unter dem Link: https://montessori.coop/de/arbeitsort/

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Blog Kita Tagesablauf

(Italiano) Kita Tagesablauf

Leider ist der Eintrag nur auf Italienisch verfügbar.

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Blog Genossenschaft

Elternschule

Am 19. März habe Ich einen Vormittag in der Schule meines Kindes verbracht.

…am Samstagmorgen den Wecker stellen um 8 Uhr die Kohlerer Seilbahn zu nehmen

…im Morgenkreis Frühlingsblumen erkennen

…wie spricht man mit Kindern über den Krieg ohne ihnen das Vertrauen in die Welt zu nehmen?

…Wissen vermitteln vor dem Hintergrund, das Wissenschaft nie objektiv und eindeutig ist, sondern immer abhängig von Sichtweisen, Ort und Zeit

…Elfchen schreiben

…Schätzen wieviel Glaskugeln im Behälter sind

…einer Geschichte zur italienischen Grammatik zuhören

…Kaffeeklatsch in der Sonne mit hausgemachten Keksen

…Begriffe aufgrund lustiger Beschreibungen erraten

…die Erfahrung zu machen, wie es ist, wenn man vergisst die Jause zu essen, weil es so viel Interessantes zu entdecken gibt an einem Schulvormittag

…das gute Gefühl, dass Kinder hier Raum haben zum Entdecken, zum Lernen und Forschen, zum Spielen und sich austauschen

Verena Unterhofer
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Blog Naturkindergarten Tagesablauf

Kugelbahn

Auf die Plätze, fertig, roll!

Noch Tage später tüfteln wir an unserer Kugelbahn, die Klein und Groß am Familienwald gemeinsam gebaut haben. Mit jedem Versuch kommen uns neue Ideen für die XXL Murmelbahn im Wald: ein neuer Zielbereich, mehr Sprünge, sogar eine Schranke…

Guck mal, wie die Holzkugel rollt!

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Blog Genossenschaft Naturkindergarten

Familienwald

Nachdem der „Familienwald“ bereits zweimal nicht hatte stattfinden können, sollte es an einem sonnigen Samstag im März diesen Jahres nun endlich wieder möglich sein! Ein bisschen zaghaft trudelten die Familien ein; viele waren das Wochenende in Ruhe angegangen und kamen etwas später, ihrem Rhythmus entsprechend. Und so füllte sich das uns wohlbekannte Waldkindergarten-Plätzchen nach und nach mit immer mehr Stimmen, Farbflecken und fröhlichen Gestalten, die man bald gut verteilt auf Bäumen und Ästen, auf Wurzeln und Felsen, Holzstämmen und auf der Erde sitzend stehend oder hängend antreffen konnte.

Nach einem herzlichen Begrüßungskreis mit Ingrid, Petra und Lisa, schwirrten die Kleinen und die Großen aus, um entweder kleine Waldmännlein und Waldfräulleins zu basteln oder sich am gigantischen Bau einer abenteuerlichen Waldmurmelbahn zu beteiligen.

War das ein Hallo als die große Waldmurmel, deren Hüterin Lisa war, zum ersten Mal ihren Weg über Rinden und Hölzer bahnte. Über Stock und Stein, Erde und Felsen musste sie kullern. Wo immer sie stecken blieb, wurde emsig ausgebessert und umgebaut, mit Händen beschleunigt und optimiert. Die Aufgaben „einmal nicht den Boden zu berühren, einmal nicht sichtbar zu sein und sich einmal in der Luft zu befinden“, wurden meisterhaft gelöst und ein paar Stunden später existierte sogar eine alternative Strecke als Nebenarm-Kugelbahn.

Und auch das Bastellager bevölkerten schon nach kürzester Zeit viele kleine Wichtelchen, die trotz selber Bestandteile alle anders aussahen. Bald saßen sie auf Rinden, bald baumelten sie in Bäumen …

Gegen Mittag packten alle ihr mitgebrachtes Waldpicknick aus und liessen es sich in lustiger Runde gut schmecken.

Ein den Elementen gewidmeter Abschlusskreis, rundete das Naturerleben in Gemeinschaft ab und bot noch das ein oder andere schöne Fotomotiv unserer Familien. Die Kinder halfen fachkundig mit Objekte auf die symbolischen Tücher zu legen und bald ging der Kreis über ein Lied darüber in 4 Sprachen zu singen.

Ein „Open End“ lud dazu ein, noch ein wenig zu verweilen. Das warme Wetter hatte indes vielen Sommersprossen und ein Lächeln in viele Gesichter gemalt.

Eva Kaufmann
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Blog Elternbildung

Ein Bachgefühl

Ich ertappe ich dabei, wie ich mir Gedanken um meinen Sohn mache. Ich bemerke, dass er gerade eine Krise durchläuft, hadert, sich entwickelt und ich schaue mir zu, wie ich mir Sorgen mache, ob er das ja gut schaffen wird. Ich überlege mir, wie ich ihm helfen könnte, entwerfe Maßnahmen und Strategien im Kopf. 

Eine Freundin ruft mich an, die sich Sorgen um ihren Sohn macht. Während des Gesprächs wird mir klar, was der erste Schritt ist: ich lehne mich zurück, atme tief durch und spüre die Liebe, die zwischen meinem Sohn und mir fließt wie ein kleiner und sehr lebendiger Bach aus Licht, der sich zugleich in beide Richtungen bewegt. Vor meinem inneren Auge sieht das sehr schön aus. Ich verweile in diesem Gefühl und fühle, wie sich Zuversicht in mir ausbreitet. Die Verbindung ist wichtig und wunderschön, die Ideen, wie ich ihn am Besten unterstützen kann, werden sich einstellen, genau dann, wenn es sie braucht.

Thea Unteregger
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Blog Naturkindergarten Tagesablauf

Der Frühling ist wieder da!

Von Naturkindergartenteam

An Fasching machen wir Naturkindergartenkinder uns jedes Jahr den Spaß und vertreiben den Winter! Ihr könnt euch vorstellen, wie laut das ist, wenn wir mit unseren selbst gebastelten „Krachmacherinstrumenten“  umherziehen, ja da verzieht sich der Winter lieber. Heuer haben wir den Winter hingegen mit selbstgebundenen Büschelbesen eifrig weg gefegt, kein Fleckchen Schnee und Eis wurde vergessen. Aber vorher haben wir dem Winter gedankt, für all das was schön, fein und lustig war, als er da war! Uns ist das wichtig, denn wir mögen den Winter schon auch sehr!

Doch nun freuen wir uns auf den Frühling. Die Weidenkätzchen haben wir schon entdeckt,  auch die Schneeglöckchen in unserem Gartenbeet und die ersten Bienen auf dem Heidekraut im Wald. Und so wie wir jeden neuen Jahreszeitenbeginn begrüßen und feiern, haben wir vor ein paar Tagen den Frühling mit einem Stocktanz und einem Lied begrüßt. Wir bastelten auch Samen-Rasseln  und haben bei einem Spaziergang durch den Wald all die Pflänzchen und Tierlein, die noch in der Erde schlummern sanft wach gerasselt. Jeden Tag werden wir nun neue Frühlingsboten entdecken und sie freudigst willkommen heißen.

der Huflattich, das Hustenblümchen ist schon da

Liebe Frühlingsgrüße aus dem Naturkindergarten.