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Fasching im Naturkindergarten

An einem strahlenden Faschingsdonnerstag erwachte der Naturkindergarten unter der sanften Sonne, die das nahende Frühjahr ankündigte, obwohl Spuren des Winters in den schattigen Ecken, wo Schneehaufen noch widerstrebend lagen, sichtbar blieben. Die Luft war erfüllt von den zögerlichen Liedern der Vögel, vielleicht Merle oder Rotkehlchen, die ebenso von den ungewöhnlich milden Temperaturen für diese Jahreszeit überrascht schienen.

In diesem sanften Übergang der Jahreszeiten bereiteten sich die Kinder des Naturkindergartens auf eine ganz besondere Tradition vor, die tief in den alpinen Gemeinschaften verwurzelt ist. Mit großer Begeisterung, in ihren Karnevalskostümen, nahmen sie ihre selbstgemachten Kastagnetten in die Hand, die kunstvoll aus Walnussschalen gefertigt waren, um im Geiste der alten Bräuche Lärm zu machen und den Winter zu „erschrecken“.

Gemeinsam marschierten sie zum „Sonnenplatzl“, ihrem geliebten Sonnenwinkel, begleitet vom Gesang „Winter, Winter, gea hinter“, ein Echo der bäuerlichen Traditionen der Alpen. Diese Tradition, bei der Kinder Freude und Lärm verbreiten, um den Winter zum Rückzug zu bewegen, ist nicht nur ein Moment des Feierns, sondern auch eine Gelegenheit, ihnen den Wert der Traditionen und den Respekt vor den natürlichen Zyklen zu vermitteln. Die Kostüme und Masken sowie die kreativen Instumente brachten eine fröhliche Note in die alte Sitte, die Wintergeister zu verscheuchen.

Während ihr Lachen und die festlichen Klänge die Luft erfüllten, schien sogar die Natur zuzuhören, mit den letzten Resten des Schnees, die langsam schmolzen, als würden sie ihrer Einladung an den Frühling folgen. Nach dem Marsch, mit roten Wangen vor Aufregung und Augen voller Glück, versammelten sich die Kinder im „Abschlusskreis“, einem sehnsüchtig erwarteten Moment, um Gedanken und Geschichten zu teilen.

von Christian Debiasi

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